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Die Soldaten gehen in der Landezone in Sicherung während der Hubschrauber wieder abhebt.

Die Soldaten gehen in der Landezone in Sicherung während der Hubschrauber wieder abhebt.

Bildautor: Ausbildungs- und Übungszentrum für Luftbeweglichkeit

Der Verwundetentransport muss geübt werden, um im Ernstfall wertvolle Zeit zu sparen.

Der Verwundetentransport muss geübt werden, um im Ernstfall wertvolle Zeit zu sparen.

Bildautor: Ausbildungs- und Übungszentrum für Luftbeweglichkeit

Auch an der Lagekarte gilt Mundschutzpflicht.

Auch an der Lagekarte gilt Mundschutzpflicht.

Bildautor: Ausbildungs- und Übungszentrum für Luftbeweglichkeit

  • Von Hauptmann Andreas Gruber, Presseoffizier Gebirgsjägerbataillon 231
  • 20.05.2020
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Bad Reichenhall 20.05.2020 Am Ausbildungs- und Übungszentrum für Luftbeweglichkeit in Celle übte vom 20. bis 29. April das Führungspersonal der designierten Objektschutzkompanie für den Auslandseinsatz in Mali des Gebirgsjägerbataillons 231 unter Einhaltung der Auflagen des Infektionsschutzgesetztes mit Hubschraubern.

Die Soldaten gehen in der Landezone in Sicherung während der Hubschrauber wieder abhebt.

Für die Reichenhaller Jager geht es oft hoch hinaus. Meist müssen sie dafür aber aus eigener Kraft die Bergspitzen erklimmen. In Vorbereitung auf den Einsatz der 4. Kompanie in Mali, welche im Oktober in den Einsatz verlegt, hat das Führungspersonal eine Woche lang am Ausbildungs- und Übungszentrum für Luftbeweglichkeit die Verfahren bei luftbeweglichen Operationen mit Hubschraubern geübt. 

Jeder Handgriff muss sitzen

Bevor es in die Luft ging wurden bereits am Tag der Anreise in Celle mit Unterrichten die nötigen theoretischen Grundlagen vermittelt. Einem straffen Ablaufplan folgend konnten die Soldaten am Folgetag erste praktische Erfahrungen mit dem Transporthubschrauber NH90 sammeln. Die schnelle Transportfähigkeit aus der Luft ist im Ernstfall besonders bei der Versorgung von Verwundeten wichtig. Daher wurden neben der behelfsmäßigen Flugabfertigung auch die Abläufe für den Lufttransport Verwundeter ausgebildet. „Manchmal können banal erscheinende Kleinigkeiten wie die Handhabung des Anschnallsystems, die Sitzverteilung oder das Öffnen und Schließen der Türen entscheidend sein – nämlich dann, wenn Feinddruck dafür sorgt, dass die Zeit knapp ist“, erklärt Major Sven Schuster, der am Zentrum die Zusammenarbeit mit der Übungstruppe koordiniert.

Vom Simulator in die Luft

Der Verwundetentransport muss geübt werden, um im Ernstfall wertvolle Zeit zu sparen.

In der Simulation „Virtual Battle Space 3“ konnten die Soldaten in der Funktion, die sie jeweils auch im Einsatz wahrnehmen, den nächsten Ausbildungsabschnitt virtuell üben. Dabei bildet das System eine dem Einsatzland Mali nachempfundene Einsatzumgebung ab. Das Führungspersonal hatte somit Gelegenheit, das taktische Verständnis für luftbewegliche Operationen zu vertiefen.

Mit einer fordernden Abschlussübung stellten die „Reichenhaller Jager“ am Ende der Woche ihr Können unter Beweis. Mit über 200 Stundenkilometer flogen die Hubschrauber über die Baumkronen niedersächsischer Wälder hinweg. In der laufenden Operation am Boden wurde das Gelernte auch bei der Versorgung eines schwerverletzten UN-Angehörigen und dessen Abtransport mit dem Hubschrauber geübt.

Grundstein für die weitere Ausbildung der Gebirgsjäger gelegt

Zurück in der Heimat sollen auch die restlichen Soldaten von dem neu Gelernten profitieren. „Der Aufenthalt in Celle hat einen wichtigen Grundstein für die weitere Einsatzausbildung am Standort Bad Reichenhall gelegt“ resümierte einer der Zugführer. Mit der Qualifikation zum Ausbilder für luftbewegliche Einsätze sollen sie als Multiplikatoren die Kompanie zum Einsatz als schnelle Eingreiftruppe befähigen.

Durch diesen Ansatz konnte bei der Ausbildung auch die Einhaltung der Auflagen zum Infektionsschutze sichergestellt werden. Anstatt den üblichen zehn Mann wurde jeder Hubschrauber – NH90 – mit maximal fünf Soldaten besetzt. Darüber hinaus bestand bei der Ausbildung neben der Einhaltung der üblichen Hygienevorschriften der Grundsatz – Abstand halten – und wo dies aus Sicherheitsgründen nicht möglich war, wurde das Tragen von Mund – und Nasenschutz befohlen. Auch im Hubschrauber oder im Unterrichtsraum mussten die Teilnehmer einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Richtungsweisender Ausbildungserfolg trotz Auflagen

Auch an der Lagekarte gilt Mundschutzpflicht.

Trotz der Infektionsschutzmaßnahmen sprach der Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 231, Oberstleutnant Dennis Jahn, von einem vollen Erfolg. Für die Zukunft stellte er auch abseits der Einsatzausbildung eine stärkere Zusammenarbeit mit dem Zentrum in Celle in Aussicht: „Gerade für uns Gebirgsjäger – im Rahmen einer Verlegung von Kräften im Hochgebirge – ist der Hubschrauber ein nicht zu unterschätzendes Mittel. Das Zusammenwirken zwischen Piloten und Gebirgsjägern sollte weiter intensiv geübt werden.“

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